Was ist ein WEST:WALK?

"Keine klassische Führung und keine fertigen Antworten. Stattdessen ein offener Austausch auf Augenhöhe." – Anke M. Leitzgen, Projektleitung

WEST: WALKS sind Spaziergänge mit Haltung. Sie führen zu Orten in Westfalen, an denen gebaut, geplant, genutzt, gestritten, erinnert oder umgenutzt wird - und an denen es etwas zu sehen, zu fragen und gemeinsam zu verstehen gibt. Gemeinsam geht ihr von Punkt zu Punkt zu Punkt, entlang einer dramaturgisch gesetzten Route, die Gesprächsanlässe schafft: Ein leerstehendes Haus. Ein Quartier im Wandel. Ein gelungener Umbau. Eine ungelöste Konfliktstelle. Eine Frage an die Zukunft.

Das Besondere: Architektur trifft Nutzung, Verwaltung trifft Engagement, Denkmalpflege trifft Lebensrealität - oder einfach: Menschen reden miteinander.

Wer kann mitmachen?

WEST: WALKS leben von Vielfalt. Gastgeberin oder Gastgeber kann jede und jeder sein, mit Lust daran, Menschen zu einem baukulturellen Thema oder Ort ins Gespräch zu bringen.
Was zählt, ist kein Expert innenwissen, sondern eine neugierige Haltung. WEST:WALKS sind keine Fachveranstaltungen, sondern offene Begegnungsformate.

Mögliche Themen:
• Eine Straße im Wandel
• Ein umstrittenes Bauprojekt
• Ein besonderer öffentlicher Raum
• Ein Dorfplatz, der umgenutzt wird
• Eine Schulmensa, die alle begeistert
• Ein ungeliebter Ort, der Aufmerksamkeit verdient

 

»Ein WEST:WALK ist mehr als ein Spaziergang – es ist eine gemeinsame Entdeckungsreise.« – Heike Schwalm

Als Gastgeberin oder Gastgeber öffnest du für andere die Tür zu einem Begegnungsraum. Zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Stadt, Land und Mensch, zwischen dir und mir. Du zeigst nicht einfach – du lädst ein zum Wahrnehmen, Fragenstellen, Erzählen, Weiterdenken.

Wie läuft ein WEST:WALK ab?

Begrüßung & Einstieg: Zum Start begrüßt du die Teilnehmenden herzlich, stellst dich kurz vor und gibst einen kleinen Ausblick auf das Thema eures Walks. Eine offene Einstiegsfrage („Was verbindet ihr mit diesem Ort?“ / „Worauf seid ihr heute neugierig?“) hilft, gleich ins Gespräch zu kommen.

Stationen unterwegs (3–5 Orte): An jedem Ort gibst du einen kurzen Impuls: eine Geschichte, ein Bild, ein Gedanke, eine Frage. Die Gruppe darf schauen, lauschen, entdecken – und vor allem: ins Gespräch kommen. WEST:WALKS leben vom Austausch. Du moderierst mit Fingerspitzengefühl, ohne alles zu erklären. Lass Raum für eigene Eindrücke und Perspektiven.

Ausklang am letzten Ort: Am Ziel angekommen ist Zeit für ein gemeinsames Innehalten: Was nehmen wir mit? Welche Fragen bleiben offen? Was möchten wir weiterdenken oder vielleicht sogar selbst anstoßen? Wer mag, bleibt noch auf einen Kaffee oder ein Erfrischungsgetränk. Bei einem längeren Spaziergang empfiehlt es sich, zwischendurch eine Pause einzulegen. 

Dauer & Wegstrecke: Plane 3 bis 5 Stationen und etwa 2 Kilometern ca. 1,5 bis 2 Stunden ein. 

Was bringst du mit? 

Ein WEST:WALK ist deine Einladung an andere, gemeinsam durch Stadt und Geschichte, Alltag und Zukunft zu spazieren. Du brauchst dafür keine Bühne, kein Mikrofon – nur eine Idee, offene Augen und Lust auf Austausch. 

 Thema wählen: Was interessiert dich? Was ist gerade aktuell, herausfordernd, vielleicht sogar streitbar? Dein Thema gibt dem WEST:WALK eine Richtung – es darf groß gedacht oder ganz alltagsnah sein.

Route entwickeln: Such dir 3 bis 5 Stationen aus, die gut erreichbar sind und einen Bezug zu deinem Thema haben. Vielleicht ist es ein besonderer Ort, eine Baustelle, eine Leerstelle, ein Denkmal, ein Spielplatz – alles, was etwas erzählt oder Fragen aufwirft, ist willkommen.

Menschen einladen: Lade über deine Kanäle ein – ganz unkompliziert: per Nachricht, Aushang, E-Mail oder Social Media. Es reicht, wenn du ein paar Menschen neugierig machst. Wichtig ist nicht die Größe der Gruppe, sondern die Qualität des Austauschs.

Impulse vorbereiten: Du musst nichts erklären – eine gute Frage genügt. Kurze Impulse, kleine Geschichten, ein Zitat oder ein Gegenstand können helfen, das Gespräch in Gang zu bringen. Gib einen Anstoß – und dann darf sich die Gruppe entfalten.

Anmeldung klären: Brauchst du eine Anmeldung, z. B. per E-Mail oder Online-Formular? Oder soll es offen bleiben: „Einfach dazukommen!“? Überleg dir, was für dich passt – und gib es klar an.

Dokumentation nicht vergessen: Mach ein paar Fotos, schreib ein Zitat mit oder halte einen Gedanken fest. So bleibt etwas – auch für andere. Wir freuen uns, wenn du uns im Anschluss ein kleines Stimmungsbild schickst.

Was bekommst du von uns? 

Beratung & Sparring: Wir begleiten dich – per Mail, Video-Call oder (wenn möglich) auch vor Ort. Für deine Fragen, Ideen oder bei der Planung.

Öffentlichkeitsarbeit: Dein Walk wird Teil des WEST:WALKS-Programms – über unsere Website, Social Media und unseren Newsletter laden wir mit ein.

Materialien: Von PDF-Vorlagen über Bildkarten bis hin zu Icons oder Einladungsgrafiken – du bekommst alles, was du brauchst, um sichtbar zu werden.

Technische Unterstützung: Wenn du magst, stellen wir dir ein Anmeldetool (Pretix) zur Verfügung – für einfache und datenschutzkonforme Teilnehmendenverwaltung.

Moderationshilfe: Du möchtest nicht allein losziehen? Wir vermitteln gern Co-Hosts oder Unterstützung aus unserem Netzwerk.

WEST:WALK-Label: Dein Walk wird Teil eines größeren Ganzen – der WEST:WALKS-Reihe innerhalb des Jubiläumsprojekts 1250 Jahre Westfalen. Gemeinsam machen wir regionale Baukultur erlebbar.

 

Mehr erfahren?

>> an unsere Projektleitung Anke M. Leitzgen genügt!