Von der Kaserne zum Zukunfts­quartier

Baukultur im Bestand weiterdenken

Im Rahmen von "1250 Jahre Westfalen" führen gleich mehrere WEST:WALKS in das York-Quartier in Münster.

Das Areal wurde ursprünglich als Kaserne errichtet und wird heute schrittweise zu einem neuen Stadtquartier entwickelt. Auf mehr als 50 Hektar entsteht Raum für ein urbanes, nachhaltiges Zusammenleben – mit vielfältigen Lebens- und Arbeitsmodellen.

Geplant ist eine Mischung aus unterschiedlichen Wohnformen: vom Mehrgenerationenhaus bis zur Mietwohnung mit öffentlicher Förderung. Ergänzt werden sie durch Arbeitsorte wie Ateliers im denkmalgeschützten Bestand oder neue Büroflächen. Auch soziale Infrastruktur gehört zum Konzept – etwa Nachbarschaftstreffpunkte und Angebote für Kinderbetreuung.

Das Quartier ist dabei nicht als isoliertes Projekt gedacht. Vielmehr soll es sich eng mit den umliegenden Stadtteilen Gremmendorf und Angelmodde verbinden und Teil des städtischen Ganzen werden.

Ein Beispiel für die Zukunft

Für die Baukultur in Westfalen ist diese Entwicklung in mehrfacher Hinsicht bedeutsam. Mit der Umnutzung ehemaliger Militärflächen entsteht hier ein Modell für den Umgang mit großen Bestandsarealen: Statt neuer Flächenversiegelung wird vorhandene Bausubstanz weiterentwickelt und in eine zeitgemäße Nutzung überführt. Gleichzeitig zeigt das Quartier, wie historische Strukturen, Denkmalschutz, neue Architektur und soziale Infrastruktur zusammenwirken können.

Damit steht das York-Quartier exemplarisch für eine zentrale Frage der baukulturellen Entwicklung in Westfalen: Wie lassen sich bestehende Orte so transformieren, dass sie ihre Geschichte bewahren und zugleich Raum für neue Formen des Wohnens, Arbeitens und Zusammenlebens schaffen?

 

Mehr Infos unter yorkquartier.de