»Lasst uns mitmachen!«

Jugendliche gelten formal als junge Bürgerinnen und Bürger, doch in Planungs- und Beteiligungsprozessen bleiben ihre Perspektiven noch immer zu oft außen vor. Wer entscheidet, wie ein Schulgebäude aussieht? Wer plant den Straßenraum, in dem sie täglich unterwegs sind? Wer gestaltet die Nachbarschaft, in der sie aufwachsen? In den seltensten Fällen werden diejenigen gefragt, die diese Orte am intensivsten nutzen.

Dieser Umstand wirkt in einer Zeit zunehmend paradox, in der Beteiligung vor allem digital organisiert wird. Denn ausgerechnet jene Generation, die als digital affin gilt, wird in vielen Formaten übersehen. Die Technik wäre da. Der politische Wille, ihre Antworten auch wirklich einfließen zu lassen, fehlt häufig noch.

Mit FUTURE:WEST haben wir deshalb auch eine Umfrage gebaut, die sich ausdrücklich an die Jugendlichen wendet: Welche Orte stärken sie? Welche meiden sie? Was vermissen sie? Die Antworten sind kein Stimmungsbild am Rand – sie sind Material für Planung, Schulentwicklung und Stadtpolitik.

Damit diese Stimmen auch wirklich gehört werden, braucht es Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Lehrkräfte spielen dabei eine entscheidende Rolle. Ein kompaktes Handout erleichtert die Einbettung der Umfrage in den Unterricht – mit fachlichen Anknüpfungspunkten und praktischen Ideen für den Klassenverband.

Denn wer mit Jugendlichen über Architektur und Stadtgestaltung spricht, spricht nicht nur über das Stadt- oder Dorfbild. Er spricht über Teilhabe. Über Verantwortung. Und darüber, wessen Zukunft hier eigentlich geplant wird.