Jugendliche sind oft die große Leerstelle in Planungsprozessen. Zwar werden sie als „zukünftige Bürger:innen“ gesehen – doch in der Gegenwart bleiben ihre Perspektiven meist außen vor. Dabei betrifft sie die Frage „Wie wollen wir in Zukunft leben und bauen?“ ganz unmittelbar.
Gerade in einer Zeit, in der Beteiligung zunehmend digital organisiert wird, zeigt sich eine paradoxe Lücke: Junge Menschen gelten als digital affin, werden aber in vielen Beteiligungsformaten übersehen oder nicht ernst genommen.
Mit der Umfrage FUTURE:WEST setzen wir bewusst ein Zeichen:
Wir wollen wissen, wie Jugendliche über ihre Umgebung denken – über Schulbauten, Treffpunkte, Nachbarschaften, Straßenräume. Welche Orte sie stärken. Welche sie meiden. Und was sie vermissen.
Lehrkräfte können einen entscheidenden Beitrag leisten, um diese Stimmen hörbar zu machen.
Für die schulische Umsetzung haben wir ein kompaktes Handout entwickelt – mit Anknüpfungspunkten für den Unterricht und praktischen Ideen, wie sich die Umfrage im Klassenverband einbetten lässt.
Denn wer mit Jugendlichen über gebaute Umwelt spricht, spricht nicht nur über Architektur – sondern über Teilhabe, Verantwortung und Zukunft.