Ein WEST:WALK als Location-Suche macht lebendig und kindgericht erfahrbar, was Baukultur im Kern ausmacht: den bewussten Umgang mit dem Bestand, das Weiterdenken vorhandener Strukturen – und die Frage, welche Geschichten in unseren Gebäuden stecken.
Vom Tresor zum Tatort – Baukultur erzählen im Kulturhaus Ibbenbüren
2.9.2024, Ibbenbüren. Die Stadtbücherei in Ibbenbüren hat Baukulturvermittlung mit einem ungewöhnlichen Zugang verbunden: Film. Im Rahmen eines Workshops haben Kinder gemeinsam mit dem renommierten Autor Klaus Uhlenbrock ein Drehbuch entwickelt – und dieses anschließend verfilmte.
Dabei wurde der Ort selbst zum Handlungsort der Geschichte. Das heutige Kulturhaus war früher eine Sparkasse. Diese bauliche Vergangenheit ist bis heute ablesbar – etwa im erhaltenen Tresor im Keller. Die Kinder griffen die vorhandenen Räume, ihre Strukturen und ihre Geschichte auf und entwickelten daraus einen Krimi.
So wurde aus einem Gebäude, das früher mal eine Sparkasse und heute ein Kulturhaus ist, nicht nur ein Lernort, sondern auch ein Erzählraum. Das Medium Film erwies sich dabei als besonders zugänglich. Es verbindet Wahrnehmung, Bewegung und Handlung – und eröffnet Kindern einen direkten Zugang zur gebauten Umwelt. Räume werden nicht nur betrachtet, sondern aktiv genutzt, umgedeutet und inszeniert. Die filmische Arbeit zwang dazu, genau hinzuschauen:
- Wie sind Räume aufgebaut?
- Welche Funktionen hatten sie früher – und welche heute?
- Wie lassen sich diese Bedeutungen neu interpretieren?