Heimathafen mal anders entdecken – kritisch, liebevoll, zu Fuß

Der erste Vorstitzende von WESTFALEN BAUEN KULTUR, Andreas Heupel, hat zum ersten WEST:WALK an den Hafen in Münster eingeladen. Dabei ging es nicht um nostalgische Rückblicke oder das Bild einer vermeintlich besseren Vergangenheit. Vielmehr stand ein Stück Heimat im Fokus, das neu entdeckt werden wollte. Kritisch, liebevoll und aus unmittelbarer Nähe, als Spaziergang und nicht als Vortrag, lautete das Motto.

Der Hafenspaziergang bildete den Auftakt der Westwalks, die vom Architekturverein Westfalen baut Kultur initiiert worden waren. Ziel war es, Altbekanntes, aber auch bisher Unbekanntes zu zeigen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer staunten über die Veränderungen am Hafen, der sich vom früheren Last- und Kohlehafen zu einem lebendigen Treffpunkt entwickelt hatte. Menschen holten sich Pizza direkt am Wasser ab, setzten sich ans Ufer und genossen den Ort in ungezwungener Atmosphäre.

Ein erstes Fazit: Für Andreas Heupel zeigte sich Heimat als das, was alle daraus machten. Sie bestand aus Landschaft, gebauten Strukturen und vor allem aus den Menschen, die einen Ort prägten. Wenn diese fehlten, ging der Bezug zu vertrauten Plätzen verloren. Auch junge Menschen wie Hesham Al-Hamwi und Lorenzo Peuser, ehemalige Vorstandsmitglieder des Jugendrates Münster, erlebten Heimat als lebendigen, sich wandelnden Ort. Sie nahmen die Spaziergänge zum Anlass, mehr über die Stadt zu erfahren, die für sie Zuhause war.