Zukunft braucht ein gutes Fundament – auch im Kopf

FUTURE:WEST

Die meisten Menschen in Westfalen fühlen sich wohl. Trotzdem gibt es viel Raum für Ver­bes­ser­un­gen.

  • Laut Umfrage wohnen die meisten Befragten genau so, wie sie möchten. 34 Prozent stimmen dieser Aussage voll und ganz zu, während knapp die Hälfte (47 Prozent) eher zustimmt.
  • 62 Prozent der Befragten bewerten die Qualität des gebauten Westfalens als eher gut, wobei nur eine kleine Minderheit von 6 Prozent sie als sehr gut bezeichnet.
  • Die Befragten äußern ein starkes Interesse an Informationen rund um das Bauen, insbesondere zu den Themen Energieversorgung, energetische Sanierung und Gartenbau.
  • Es besteht ein signifikantes Interesse daran, mehr über die Geschichte des Bauens in Westfalen zu erfahren. 67 Prozent der Befragten stimmen zu, während nur 6 Prozent kein Interesse daran zeigen.
  • Die Hauptinformationsquellen der Befragten zum Thema Bauen sind die Beratung durch Fachleute, gefolgt von der Fachpresse und den sozialen Medien.

Münster/Westfalen, 17.04.2024 Die Mehrheit der Befragten lebt in Wohnverhältnissen, die ihren Wünschen entsprechen. Immerhin stimmen sogar 34 Prozent dieser Aussage vollständig zu, während knapp die Hälfte, nämlich 47 Prozent, eher zustimmt. Bezüglich der Qualität der gebauten Umgebung in Westfalen zeigt die Umfrage, dass 62 Prozent der Befragten diese als eher gut beurteilen. Jedoch ist nur eine kleine Minderheit von 6 Prozent der Meinung, dass die Qualität sehr gut ist. Hier besteht also noch Verbesserungsbedarf. Dazu passt, dass die Befragten auch einen starken Bedarf an Informationen rund um das Thema Bauen äußerten. Besonders großes Interesse besteht an Themen wie Energieversorgung, energetische Sanierung und Gartenbau. Ein weiteres bemerkenswertes Ergebnis ist das signifikante Interesse der Befragten an der Geschichte des Bauens in Westfalen. Ganze 67 Prozent stimmen zu, dass sie gerne mehr darüber erfahren würden, während nur 6 Prozent kein Interesse daran haben.

Vom Ideal zur Realität: Wie Westfalen zu einem Ort guter Bau­kul­tur werden kann

„Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die meisten Menschen in Westfalen zufrieden mit ihren Wohnverhältnissen sind“, sagt Anke M. Leitzgen, die vom Vorstand des Vereins mit der Projektleitung beauftragt wurde. „Dennoch offenbart die Datenlage, dass sowohl die Fachwelt als auch die Nutzerschaft sich für eine höhere Qualität in der Architektur und Stadtplanung einsetzen müssen. Unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass das gebaute Westfalen von mehr Menschen als ein Ort guter Baukultur wahrgenommen wird. Dies bildet einen idealen Ausgangspunkt, um den Wert einer qualitätsvollen Architektur sowohl persönlich als auch gesellschaftlich zu betonen und ein starkes Qualitätsbewusstsein zu fördern.“

Bewahrung und Fortschritt: Die Bedeutung historischer Bauten für ein zeitgemäßes Westfalen

„Die Umfrageergebnisse spiegeln insgesamt ein starkes Interesse der Bevölkerung an der Geschichte des Bauens in Westfalen wider“, kommentiert Dr. Holger Mertens, Mitglied des Vorstands. „Dies unterstreicht die Bedeutung historischer Bausubstanz und den Wert, den die Menschen in Westfalen darauf legen. Vor diesem Hintergrund ist es nicht überraschend, dass der Wunsch nach einer Wohnung im Altbau oder in historischer Bausubstanz so oft genannt wurde. Diese Wohnformen bieten nicht nur einzigartige architektonische Merkmale, sondern auch eine Verbindung zur Geschichte und Kultur der Region. Ich sehe darin eine Bestätigung für unsere Arbeit, die darauf abzielt, historische Gebäude und Bausubstanz zu erhalten und zu schützen, das Bewusstsein für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu stärken und gleichzeitig ein zeitgemäßes, lebendiges und attraktives Westfalen weiterzuentwickeln.“

Methodik der Umfrage

Die Erhebung wurde von tinkerbrain im Auftrag von WESTFALEN BAUEN KULTUR durchgeführt.

Sie fand im Zeitraum vom 15. Mai bis zum 30. Oktober 2023 mittels einer digitalen Umfrage statt, die über soziale Medien und Schulen in der Zielgruppe bekannt gemacht wurde.

Die Grundgesamtheit für die Befragung bildeten 1.502 deutschsprachige Erwachsene aus der Nutzerschaft des Bauens ab 18 Jahren.

Alle erhobenen Daten wurden in der Auswertung berücksichtigt.

FUTURE:WEST – Dokumentation

Was denkt Westfalen über die Zukunft?

Die 64-seitige Dokumentation zu FUTURE:WEST gibt Antworten – und öffnet neue Fragen.
Drei Befragungen, über 3.000 Stimmen aus Fachwelt, Bevölkerung und Jugend, ergänzt durch tiefgehende Interviews mit Expertinnen und Experten aus Architektur, Soziologie, Pädagogik, Kindheitsforschung und weiteren Disziplinen.

Was bewegt die Menschen in der Region? Welche Räume brauchen wir – und welche Zukunftsbilder tragen wir in uns?

Neben Zahlen und Tendenzen bietet die Publikation Denkanstöße, Perspektivwechsel und gleich 40 Buchempfehlungen für alle, die Lust haben, weiterzulesen.

Eine Einladung zum Lesen, Hinterfragen, Weiterbauen und Herunterladen.